Der Kindergarten wird größer, der Gemeindegarten kleiner

Der KiTa-Zweckverband informiert den Kirchenvorstand darüber, dass in einer (unserer) Gemeinde das Kindergartengebäude erweitert werden muss, um die Auflagen der Stadt für eine U3-Gruppe zu erfüllen. Ich verstehe die Zusammenhänge nicht. Was ich schon verstehe: hier gibt es keine Mitbestimmung, auch keine Information. Das ist einfach so: Der Kindergarten bliebe nicht konkurrenzfähig. Das wollten wir doch nicht. Wir wollten doch einen katholischen Kindergarten in unserem Stadtteil. Darum muss die Gemeinde auch nicht informiert werden? Aber der Kirchenvorstand, der eigentlich gefragt werden müsste, wird immerhin informiert.

Sachzwänge. Auf der einen Seite gibt es einen staunenswerten Umstrukturierungsprozeß in unserem Bistum mit nie dagewesenen Beteiligungsmöglichkeiten für jeden Menschen. Auf der anderen Seite werden Gemeindemitglieder, die sich im Kirchenvorstand oder im Gemeinderat engagieren, entmutigt, indem man ihre Kompetenzen missachtet und ihre Funktion als Vertreter der Gemeinde ignoriert.

Informiert ist, wer sonntags beim Gemeindeschoppen am Tresen steht.

Mein Enkel sagt, es sei ja nett, dass jetzt ab 14 Jahren gewählt werden kann, wenn es um den Gemeinderat geht. Aber wen solle er denn wählen und besonders wozu?

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