Religion geht auch ohne Spiritualität

Nicht dass mir das Wort Spiritualität geläufig wäre. Aber ich finde es gut, dass es mal jemand in Frage stellt.

Gott und Co.

(Dies ist ein Crosspost von Evangelisches Frankfurt)

Spiritualität scheint heute fast ein Zauberwort zu sein, unter dem sich Religion gut vermarkten lässt: Was sind schon intellektuelle Predigten, die nüchtern von Kanzeln gesprochen werden, im Vergleich zu schönen Ritualen, die Körper und Sinne einbeziehen? Was sind theologische Argumentationen im Vergleich zu Übungen, die die Gegenwart von etwas „Höherem“ auf eine Weise spüren lassen, die für den Intellekt nicht zu fassen ist?

Längst haben auch evangelische Gemeinden viel „Spirituelles“ im Angebot, und die große Resonanz, auf die das beim Publikum stößt, scheint dem Trend Recht zu geben. Allen, die auf diese Weise religiöse Einsichten haben und Erfahrungen von Gottesnähe machen, sei das herzlich gegönnt. Aber was spricht eigentlich dagegen, vorwiegend mit Hilfe des „Kopfes“ – also mit Vernunft und Verstand – an Religion heranzugehen? Gar nichts!

Niemand muss sich für religiös unbegabt halten, nur weil ihr oder ihm die Lust auf spirituelle…

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