Doofe stecken an (Nerds, Geeks und ganz normale Menschen) – Beispiel: chromecast

In einem Radiobeitrag eines Experten für Computer, der sich selbst als Nerd bezeichnet, erfuhr ich, dass man den chromecast bloß plug-and-play an den HDMI-Anschluß des Fernsehers anschließen muss und schon kann es losgehen. Braucht man eine extra Fernbedienung? Nein, bräuchte man nicht. Zu dem Zeitpunkt suchte ich bereits nach meinen Herztabletten. Dann ließ sich der Nerd doch noch zu der Bemerkung hinab, es würde per Smartephone gesteuert.

Wer auf die Chromecast-Homepage geht, wird sich des Eindrucks nicht erwehren können, dass der Nerd einfach die Seite von oben nach unten runtergelesen hat. Das entscheidende Kleingedruckte hat er glatt übersehen: WLan. Ohne WLan funktioniert die ganze Sache nicht. Denn auch der Fernseher muss mit WLan kommunizieren. Der chromecast-Stick ist in dem gleichen WLan wie das Smartephone. Nur so funktioniert das Ganze.

Egal wer ich bin: wenn ich mir im Gespräch nicht klar mache, wer der Andere ist, ist mein Gerede sinnlos. Natürlich hat der Nerd WLan. Aber nicht jeder hat WLan. Das muss man erklären. Wenn so ein Computerexperte andere informieren möchte, kann er sich nicht auf sein Nerdsein beschränken. Denkt er vielleicht, Menschen ohne WLan seien rückständig? Tja. Aber es gibt Menschen ohne WLan.

Wer diesen chromecast gerne mal ausprobieren möchte, kann sich einen bei mir leihen. Die Installation ist einfach. Man steckt das Ding in den HDMI-Steckplatz am TV und mit dem anderen Kabel an die Steckdose (ja, der chromcast braucht Strom; den Strom bezieht der nicht aus dem HDMI-Anschluß. Man kann auch mit einem freien USB-Anschluß am TV Strom bekommen.) Möglicherweise muss man noch mit der Fernbedienung des TV einstellen, dass der HDMI-Anschluß angesteuert wird. Dann sieht man den Bildschirm auch schon okkupiert von der Installationsanleitung des chromecast. Nun braucht man noch eine App auf seinem Smartephone. Ist die App bereit, läuft alles Weitere selbsterklärend.

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One thought on “Doofe stecken an (Nerds, Geeks und ganz normale Menschen) – Beispiel: chromecast

  1. Von Evangelisten (im Sinne von “Verkünder von Botschaften”, im Englischen durchaus übliche Bezeichnung) klingt das dann so: http://netzwertig.com/2014/03/21/trotz-netflix-und-chromecast-wir-werden-auf-lineares-fernsehen-nie-verzichten-wollen/

    Es gibt allerdings auch Gegenstimmen: http://netzwertig.com/2014/03/26/gegenrede-warum-lineares-fernsehen-sterben-wird/

    Ich selber brauche kein TV. Das meiste im Fernseh-Programm kann man eh vergessen.

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