Frühjahrsputz für Geocacher: CITO

Auf der ganze Welt finden in diesen Tagen CITOs statt: Cache In Trash Out. Geocacher organisieren Events:

  • Essen, Trinken, Toiletten
  • Anfahrt, Ort
  • Müllsäcke, Arbeitshandschuhe, Greifer
  • eine Menge Zubehör, das man an Ständen von Geocaching-Shops kaufen kann

Ich bin beeindruckt: 100 Menschen trafen sich auf dem Gelände der Henrichshütte in Hattingen an der Ruhr. Organisiert hatten das begeisterte Geocacher, die ein Logo designet hatten, lustige T-Shirts trugen, ein Gruppenfoto machten, einen Zeitplan erstellten. Was man halt so tut, wenn es was zu organisieren gibt, wenn viele Menschen zusammenkommen. Und diese vielen Menschen kennen einander nicht oder sie kennen sich aus dem Internet oder sie treffen sich immer wieder und wissen, welche Pseudonyme sie online benutzen.

Banner

Mein Enkel macht seit seinem 14. Lebensjahr Geocaching. Er findet Dinge und versteckt Dinge. Zu diesem CITO hat er mich mitgenommen, weil er dachte, dass Putzen und Aufräumen ein guter Zugang für mich wäre. Witzbold.
Abgesehen von der Location (so nennt man den Ort, an dem man sich trifft) war die Veranstaltung an sich für mich ein Erlebnis. Jetzt sitze ich Zuhause und frage mich, warum wir in der Kirche sowas nicht hinkriegen:

  • Menschen zusammenbringen, die das Gleiche wollen
  • Spaß haben
  • Freizeit miteinander verbringen
  • arbeiten, ohne sich ausgebeutet zu fühlen (100 Menschen haben Müllsäcke geschleppt und in Dreck gegriffen und Spaß dabei gehabt)
  • Regel beachten, ohne jemanden auszugrenzen

Übrigens habe ich keinen einzigen Cache gefunden. Wirklich nicht. Ich bin groß darin. Trotzdem hat mein Enkel für mich ein Konto bei Opencaching erstellt und mir gezeigt, wie man es bedient. Denn natürlich konnte man leicht einige Dosen finden, weil man ja die ganzen Menschen immer mal wieder an einem Platz rumstehen sah. Zu den Regeln des Geocachen gehört, dass man muggelfrei loggt. Ihr versteht: Harry Potter = wir sind die Zauberer und die anderen sind die Muggel. Aber wenn Geocacher beieinander sind, helfen sie einander großzügig. Niemand neidet dem anderen seinen Erfolg oder verbirgt seine Kenntnisse. So kam also auch ich zu ein paar Dosen. Aber dass ich zu doof bin, selber was zu finden, ärgert mich schon.

Warum ist unser Glauben nur so ein Geheimnis? Es ist so, dass wir uns selten darüber austauschen. Auch über das, was Kirchenvorstand, Pastoralteam und Gemeinderat machen, kommt in der Öffentlichkeit kaum was an.

Sie denken jetzt bestimmt, dass mein Enkel mich mit seinem offenen Denken stark beeinflusst. Da haben sie Recht. Das finde ich christlich.

Übrigens habe ich eine Dose in unserer Kirche versteckt. Bisher hat niemand sie gefunden. Sie ist nirgendwo gelistet. Vielleicht kommt das noch.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s