Das Jahr der Barmherzigkeit hat begonnen

Gerade am 1. Advent predigte in unserer Sonntagsmesse ein Priester, der immer und immerwieder das Sakrament der Buße als das Heilssakrament schlechthin anpreist. Es ist zum Verzweifeln. Warum geh ich wohl nicht mehr beichten? Doch nicht, weil ich denken würde, ich sei ohne Sünde. Dieser Priester ist völlig frei von Selbstkritik. Er geht bestimmt selber beichten. Aber ich passe in dieses Schema nicht mehr rein. Mich macht es traurig, dass sich nichts zum Besseren ändert. Wir lernen als Kirche und als Menschheit nicht dazu. Wir lernen immer mehr und immer mehr, aber das verändert nichts. Es wird alles immer mehr. Ich möchte mit einem Priester über die Dinge reden, die ich in früheren Jahren nicht gebeichtet habe und die mir jetzt falsch vorkommen. Dabei weiß ich, dass ich auch jetzt Fehler mache. Auch wenn es anders sein sollte. Es geht aber nicht um das Fehler-Machen, sondern um das Freisein, die Freiheit, und darum, dass man manche Fehler machen muss, um nicht noch schlimmere zu machen. Ein Impuls zum Beginn des Jahres der Barmherzigkeit stammt von einem Bischof, den ich gar nicht kenne. Mein Enkel hat ihn bei Soundcloud gefunden. Mein Enkel hat Mitleid mit mir. Er versucht, mich zu trösten. Ich finde, dass ist ihm mit diesem Fundstück gut gelungen.

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