Zeit für eine 380-Grad-Umkehr

Unser Pastor predigt nicht so gerne, obwohl er immer wieder Lob erntet. Am 2. Adventssontag hat er sich eine geniale Einleitung geleistet: 

Einkehr reiche nicht, es müsse schon eine 380-Grad-Umkehr sein.

Mag sein, dass er sich mal wieder verhaspelt hat. Aber es ist trotzdem bereichernd, über diesen Satz nachzudenken. Mein Enkel sagt, 20 Grad Kurskorrektur sei wenig, aber man gelange ganz woanders hin. Und umzukehren sei langweilig und von der Idee her wenig motivierend. Aber wenn man jetzt schon sähe, dass man falsch unterwegs sei, könne eine Kurskorrektur das Mittel der Wahl sein. Und wenn man sich dabei einmal um die eigene Achse drehe, könne einem hinterher auch niemand vorwerfen, man habe keine ordentliche Peilung vorgenommen.

Was denken Sie?

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One thought on “Zeit für eine 380-Grad-Umkehr

  1. Ich finde das ziemlich logisch. Orientierung hilft doch oft. Und 20 Grad ist wenig, klar. Ich habe bei meinem Dauer-Projekt „weniger Plastik“ oft die Erfahrung gemacht, dass ich nicht voran komme, wenn ich in zu großen Schritten mein Verhalten verändern will. Sich dabei einmal umzusehen: wo beginne ich überhaupt? und was kommt als nächstes?, ist sehr sinnvoll.

    Andererseits: den Weg wieder zurück gehen ist auch interessant. Ich stelle mir dabei einen Wanderweg vor. Wenn ich merke, ich bin falsch, muss ich diesen Weg so lange zurück laufen, bis ich eine Gabelung finde, oder eben durchs Gebüsch. Aber egal wie ich es mache, es ist immer aufwändig.

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