La Manche – mein Urlaubsziel

Vor 10 Jahren waren wir das letzte Mal dort und sind nun mal wieder hingefahren. Vor 50 Jahren sind wir zum ersten Mal mit der Familie in der Normandie gewesen. Seitdem zog es uns immer wieder dort hin. Wir lieben das Cotentin. Mittlerweile fahren die Enkel mit ihren Kindern.

Vor 50 Jahren hatten wir vergessen, Zucker mit ins Ferienhaus zu nehmen. Wir wohnten in einem kleinen Dorf im Landesinneren und hatten bei dem ganzen Kurmel keine Lust noch mal zum Einkaufen zu fahren. Kurt ging mit einem Satz im Kopf zum Nachbarn: „Du sucre?“. Das war, ohne Kocketterie, der Beginn einer Freundschaft, die mit der Erkenntnis begann, dass der Befragte in deutscher Kriegsgefangenschaft war. Kurt selbst war in französischer Kriegsgefangenschaft gewesen.

Diesmal suchten wir Lieblingsorte auf und entdeckten dabei Neues:

In St. Vaast-de-la-Hague lebt ein Künstler, der großflächige Bilder malt, auf denen es viel Gesellschaftskritisches zu entdecken gibt. Als Fan der Heiligen Hildegard hat er in einer verfallenen Kirche eine Ausstellung über ihr Leben gemacht. Sie ist noch diesen Sommer zu besichtigen. Wunderschön: die alte, verfallene Kirche und der komplett theologiefreie Zugang zu Hildegard.

Jetzt bin ich müde von der Reise, aber auch froh, wieder daheim zu sein. Sicherlich werde ich nicht mehr dorthin fahren. Aber für Sie, lieber Leser, liebe Leserin, ist La Manche ein heißer Tipp.